Hermanns übernimmt nach Rückzug den OSC

30.06.2015 07:35

Die Meldung schlug ein und sorgte für eine Kettenreaktion: Der TSV Völpke hat am Freitag seine Herren-Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen.

"Wir machen diesen finanziellen Unsinn für Mittelklassespieler nicht mehr mit", erklärte Marco Münning vom TSV. Ganze zwölf Spieler gehörten noch zum Kader der Völpker, sechs Neuzugänge hatten die Verantwortlichen um Ingo Herrmanns geplant. Doch die zahlreichen Gespräche liefen nicht wie gewünscht.

"Wenn in der 7. und 8. Liga schon mehr gezahlt wird als in der Verbandsliga, dann stimmen Aufwand und Nutzen nicht mehr. Das macht den Fußball kaputt", redet Münning Klartext und ergänzt: "Es geht ja nicht nur uns so schlecht." Fürwahr, viele Mannschaften kämpfen zwischen Altmark und Anhalt um das nackte Überleben.

Ein Klub, der vom Rückzug der Völpker profitiert, ist der Oscherslebener SC. Neben Trainer Ingo Herrmanns werden wohl auch einige Spieler den 23 Kilometer langen Weg an die Bode antreten. Das ist auch bitter nötig. In die Liste der OSC-Abgänge reihen sich nun auch Tino Ahlemann (zurück nach Irxleben) und Maximilian Gerwien (Bernburg) ein. Zudem halten sich Gerüchte über den Abgang weiterer Leistungsträger hartnäckig. Der bisherige Coach Mirko Sauerbach bleibt indes im Verein, das bestätigte Rüdiger Breier vom OSC. 

"Er wird technischer Leiter." Mit Michael Zeppernick (Wanzleben) und Florian Neubauer (Haldensleber SC) kann der Club bereits zwei Neuzugänge begrüßen. Weitere sollen und müssen folgen, will man nicht wieder im unteren Tabellendrittel spielen. 

Offiziell vorgestellt werden soll Ingo Herrmanns, dem auch Co-Trainer Olaf Frommhagen folgt, übrigens am Dienstag.

 

Beim TSV Völpke haben sie das Thema Herrenfußball noch nicht endgültig ad acta gelegt. "Wir machen jetzt ein Jahr Pause, dann werden wir versuchen, wieder eine Mannschaft, vielleicht in der Kreisoberliga, zu stellen. Wir haben die Rückendeckung der Sponsoren und Kommune", macht Marco Münning Hoffnung, dass der Ball in Völpke im Seniorenbereich nicht für immer ruht.

 

Quelle: www.volkstimme.de